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Gastbeitrag, Meinung, Unkategorisiert

Mit Letzte Werbung die Umwelt schützen

Ein Bild von dichtem Wald

von Madhu Priya Murugan

Ob ich auf dem Waldweg radle oder einen Spaziergang im Wald mache, ich bin immer wieder erstaunt, wie mächtig und unfassbar hoch diese Bäume sind. Einige sind älter als ich und werden noch existieren, auch wenn ich nicht mehr da bin. Sie bringen mich immer zu meinem Bewusstsein, wie klein ich in diesem Universum bin! Dabei quält es mich jedes Mal, wenn ich merke, wie viel wir von diesen Bäumen in so kurzer Zeit in Form von Produkten verbraucht haben, sodass sie manchmal direkt in den Papierkorb gelangen. Ja, ich spreche von Papier. Während Nadelhölzer, aus denen Papier hergestellt wird, zwischen 100 und 700 Jahre halten, sind Laubhölzer wie Eukalyptus von unschätzbarem medizinischen Wert. Das ist es, was wir in Form von Papier konsumieren, das Papier, das wir zerknittern und gewissenlos wegwerfen. Von Sauerstoff bis Papier – unser Leben hängt von diesen Bäumen ab. Sauerstoff stellt dabei etwas unerlässliches dar, während Papier Verschwendung ist. Die Frage lautet also: Sind wir bereit, Sauerstoff gegen Papier zu tauschen?

 „Ich will deine Hoffnung nicht. Ich will nicht, dass du hoffnungsvoll bist. Ich will, dass du in Panik gerätst… und so tust, als würde das Haus brennen.“ – Greta Thunberg

Die nächste Generation ist auf die Straße gegangen, um zu protestieren und sofortige Maßnahmen für den Klimawandel zu fordern. Was brauchen wir also noch, um in Panik zu geraten? Anstatt zu hoffen, dass jemand anderes die Dinge für uns erledigt, ist es an der Zeit, dass wir einige einfache, aber wirkungsvolle Änderungen vornehmen. Ein Tropfen auf den heißen Stein zählt immer noch. Während es viele Informationen darüber gibt, wie man Papier spart, geht es in diesem Blog-Artikel nicht darum, zusätzliche Informationen zu geben. Vielmehr handelt es sich hierbei um einen Aufruf zum Handeln. Ja, „Letzte Werbung“, eine in Berlin ansässige Organisation, hat die Initiative ergriffen, ganz Deutschland von unnötiger Papierwerbung zu befreien. Lasst uns also gemeinsam mit ihnen das Bewusstsein verbreiten, indem wir uns, unsere Kinder und unsere Nachbarn dazu erziehen, „Nein“ zu der Werbung zu sagen, die in unsere Briefkästen landet.

Die Gründer von „Letzte Werbung“

„Letzte Werbung“ ist eine ehrenamtlich tätige Organisation mit einem Team von mehr als 20 Mitarbeiter*innen in ganz Deutschland. Derzeit sind sie in vier Gruppen aufgeteilt, um das Problem anzugehen: Wissenschaft & Kommunikation, Politik, Verteilung der Aufkleber und Empowerment. Jeder, der sich freiwillig an der App-Entwicklung beteiligen oder Bewusstsein für dieses Thema verbreiten möchte, kann sich über vostel.de oder direkt über die Webseite an das Team wenden. Das Team ist im vergangenen Jahr mit Weitblick gestartet und hat bereits rund 40.000 „Keine Werbung“-Aufkleber“ durch ganz Deutschland verschickt. Während 76 % der Haushalte sich keine Werbung in ihrem Briefkasten wünschen, haben nur 25 % einen No-Ads-Aufkleber benutzt. In Anbetracht des Ausmaßes, in dem unsere Umwelt belastet ist, ist es entscheidend, dass auch diese 76% eine Möglichkeit finden, sich von unerwünschter Werbung zu befreien.

 „Vom gesamten Papierverbrauch der deutschen Haushalte beläuft sich 7% auf die Briefkastenwerbung.“

Wusstest du schon, dass jedes Jahr 2,8 Millionen Bäume gefällt werden, um das benötigte Holz für das Papier zu bekommen – genau die Bäume, die der stetigen globalen Erwärmung entgegenwirken? 17% des verwendeten Holzes wird aus dem Urwald gewonnen, der Rest stammt aus speziell bewirtschafteten Wirtschaftswäldern. Von dem gesamten Papierverbrauch der deutschen Haushalte beläuft sich 7% auf die Briefkastenwerbung. Das entspricht insgesamt 33 Kilo pro Jahr für einen Haushalt und damit 1,11 Millionen Tonnen Papier in ganz Deutschland. Für diese 1,11 Millionen Tonnen Werbeanzeigen werden 1 Millionen Tonnen CO2 emittiert und 14 Milliarden Liter Wasser verbraucht. Und das alles für die Werbung, die sowieso niemand will. Abgesehen davon hinterlassen diese Anzeigen auch 1 Milliarde Plastiktüten pro Jahr, was ziemlich enorm ist, wenn man bedenkt, dass 76% der Bevölkerung diese Werbung von vornherein nicht möchte.

Das Logo von Letzte Werbung ist ein lächelnder Briefkasten
Das Logo von „Letzte Werbung“

„Letzte Werbung“ freut sich darauf, dieses Problem ein für alle Mal zu ändern. Im vergangenen Jahr startete der Gründer Sebastian Sielmann mit seinem Team die Kampagne und sie schufen so eine Welle des Umweltbewusstseins. In diesem Jahr hat die „Letzte Werbung“ mit ihrer Kampagne „Stoppt die Plastikpost“ am 18. Juni einen großen Sprung geschafft, um die Menschen bundesweit zu erreichen und die Botschaft zu verbreiten, den gewünschten Wandel herbeizuführen. Die Kampagne basiert auf einem Gerichtsverfahren, das von einem deutschen Anwalt eingeleitet wurde. Dieser verklagte die Deutsche Post, weil er auch nach der Abmeldung von „Einkauf Aktuell“ weiterhin Werbung in seinem Briefkasten vorgefunden hatte. Und er gewann den Fall. Wenn er sich davon abmelden kann, dann sollte es auch allen anderen möglich sein.

„Obwohl Papier recycelbar ist und viel Sorgfalt in die Papierherstellung investiert wird, bedeutet es nicht, dass wir mehr verbrauchen müssen, als nötig ist.“

Zusätzlich zu den Aufklebern stellt „Letzte Werbung“ auch eine kostenlose App zur Verfügung, in der man Verstöße melden kann, falls man trotz des Aufklebers weiterhin unerwünschte Werbung im Briefkasten hat. Außerdem haben sie mit der Kampagne am 18. Juni „Stoppt die Plastikpost“ eine Webseite ins Leben gerufen, auf der man das Prospekt „Einkauf Aktuell“ abbestellen kann. Vielen Dank an die 35.000 Unterstützer*innen, die sich bereits über die Webseite abgemeldet haben. Sie haben nicht nur dazu beigetragen, über 900 Tonnen Kunststoffnachentsorgung pro Jahr zu vermeiden, sondern auch den CO2-Ausstoß um rund 1200 Tonnen zu reduzieren.

Lasst uns also eine Schippe drauflegen – nicht nur für uns, sondern lass uns auch für die zukünftigen Generationen verantwortlich sein, die es verdienen, gesund, glücklich und genährt zu leben. Obwohl Papier recycelbar ist und viel Sorgfalt in die Papierherstellung investiert wird, bedeutet das nicht, dass wir mehr verbrauchen müssen, als erforderlich ist. Außerdem ist es Zeit. Es ist an der Zeit, dass wir antworten; es ist an der Zeit, dass wir uns revanchieren; es ist an der Zeit, dass wir bewahren.

P.S. Du kannst die Sache unterstützen, indem du den Aufkleber „Keine Werbung“ auf deinen Briefkasten klebst oder dich von Einkauf Aktuell abmeldest. Darüber hinaus findest du alle Volunteering-Möglichkeiten von „Letzte Werbung“ auf vostel.de.

Tall and mighty they stand, as I crane my neck up to see the crown of those mammoth skyscrapers that these trees are.

Stretching its branches of densely patched leaves, it never failed to provide food, shelter, and air to the many birds, insects, and humans that came in its vicinity.

Wrinkles on its outer bark were a mark, that they are older than any number of well-preserved monuments out there.

Sturdy trunks sang the history of how strong and long they stood to witness many generations of lives before us.

Winds that blew narrated the hymns of the throbbing life within these trees, that will nourish many generations to come.

Standing amidst that calming forest, I could not help but ache in pain for the human threats that these forests face.

For the speck that I am,
For a life such as mine, which is nothing more than a blip in a radar, how much of trees do I consume that I am unaware of?”

Madhu Priya Murugan

Madhu (29 Jahre aus Köln), Softwareentwicklerin und von Natur aus wissbegierig, reflektiert regelmäßig in ihrem Blog und Instagram über ihr Leben. Außerdem malt sie gerne, liest Bücher und taucht tief in die Geheimnisse des Lebens ein.

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