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Junges Engagement im digitalen Zeitalter | Dritter Engagementbericht

In den letzten Wochen und Monaten wurde durch die Corona-Krise einmal mehr deutlich, wie wichtig Engagement für unsere Gesellschaft ist. Unter dem Motto #wearebettertogether haben sich zahlreiche Nachbarschafts- oder #supportyourlocal-Initiativen gebildet und Remote- und Online Volunteering Möglichkeiten haben einen enormen Bedeutungszuwachs erfahren. Deshalb können wir der folgenden Aussage unserer Bundesfamilienministerin auch nur zustimmen:

Engagement macht unsere Gesellschaft stärker und lebenswerter. Egal ob analog oder digital. Das sehen wir jetzt mehr denn je.

Dr. Franziska Giffey, Bundesfamilienministerin, BMFSFJ

DRITTER ENGAGEMENTBERICHT

Digitale Methoden haben das Engagement der letzten Wochen in vielerlei Hinsicht unterstützt, erleichtert und teils erst ermöglicht.

Passend dazu ist Mitte Mai der dritte Engagementbericht im Auftrag der Bundesregierung mit dem Titel “Zukunft Zivilgesellschaft: Junges Engagement im digitalen Zeitalter” erschienen.

Er behandelt die Frage, wie sich gesellschaftliche Teilhabe und freiwilliges Engagement durch die Digitalisierung verändern, welche Potenziale und Herausforderungen dadurch für Engagementorganisationen entstehen. Aber auch welche Bedeutung digitale Plattformen spielen und welche Konsequenzen sich daraus für die Engagementpolitik ergeben.


Kurz und knapp:
Kernaussagen des Engagementberichts

1 | Bestehende Formen des Engagements werden durch Formen digitalen Engagements nicht ersetzt, sondern ergänzt.
  • 43,2 % der Befragten gelten als digital Engagierte, d.h. sie üben ihr Engagement teilweise, überwiegend oder sogar vollständig mittels digitaler Medien aus.
  • Ein Viertel der jungen Menschen findet den Einstieg in gesellschaftliches Engagement über das Internet.
2 | Digitalisierung erweitert Inhalte und wird zudem selbst zum Thema von Engagement.
  • 29 % der jungen Engagierten verfolgen das Ziel, die digitale Welt zu einem besseren Ort zu machen.
  • Dadurch gehören Datenschutz, die Bekämpfung von Hate Speech oder allgemein das Zusammenleben in einer digitalisierten Welt zu neuen Themen des Engagements.
3 | Engagement-Organisationen nehmen Digitalisierung als einen Strukturwandel mit Potentialen und Herausforderungen wahr.
  • Potenziale, die die Arbeit der Engagement-Organisationen erleichtern können, beispielsweise in der Öffentlichkeitsarbeit, der Personal- und Programmentwicklung, der Gewinnung von Engagierten oder bei der Finanzierung entstehen.
  • Aufgrund von fehlenden Ressourcen und Kompetenzen wird Digitalisierung für einige Organisationen zur zusätzlichen Herausforderung und birgt die Gefahr, diese Potenziale nicht nutzen zu können oder den Anschluss zu verlieren.
4 | Digitale Plattformen werden im Engagementsektor zunehmend wichtiger.
  • Es besteht eine Koexistenz international etablierter Plattformen neben kleineren, lokalen und Engagement-spezifischen Plattformen.
  • Plattformen nutzen vielfältige Algorithmen und unterstützen teils besondere Elemente des Engagements, z.B.: Sammeln von Spenden oder die Vermittlung von Freiwilligen für gemeinwohlorientierte Projekte.
  • Die unterschiedlichen Plattformen besitzen vielfältige Geschäftsmodelle und Rechtsformen.
5 | Entwicklung in Richtung einer digitalisierten Zivilgesellschaft – Mitgestaltung der gesamtgesellschaftlichen Digitalisierung.
  • Gestaltung der digitalen Infrastrukturen und Werkzeuge wird nicht als eine rein technologische, sondern gesellschaftliche Aufgabe wahrgenommen.
  • In Open-Source– und Civic Tech-Gemeinschaften entwickeln und testen zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure Alternativen zu privatwirtschaftlichen digitalen Diensten und damit auch ihre Kompetenzen zur Mitgestaltung einer digitalen Gesellschaft.

Interesse geweckt?

Sollten wir dein Interesse geweckt haben, findest du hier noch einmal die zentralen Ergebnisse und sowie die ausführliche Version des Engagementberichts:

Auch wir von vostel.de wurden als Expert*innen befragt. Unsere Aussagen finden an einigen Stellen ihren Platz (leider ohne namentliche Erwähnung) – besonders in Kapitel 5.


Einen kurzen Einblick in den Bericht gibt auch nachfolgendes Video des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ):

Quelle: YouTube BMFSFJ

Außerdem werden wir in den nächsten Wochen einige Kernaussagen des Engagementberichts herausgreifen und auf unserem Facebook und Instagram Kanal veröffentlichen. Also schau gerne auch dort mal vorbei! 🙂


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