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3 Tipps für dein Engagement mit Geflüchteten

Am 20. Juni nehmen etwa hundert Länder am sogenannten “World Refugee Day” teil, der seit 2001 jährlich stattfindet. Es werden viele Veranstaltungen und Projekte initiiert, mit denen die Teilnehmenden ihre Solidarität mit Geflüchteten zum Ausdruck bringen.

An diesem Tag werden von der UN Refugee Agency auch die globalen Flüchtlingszahlen veröffentlicht – in den letzten Jahren haben sie traurige Rekorde erreicht. Gewalt, Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen zwangen und zwingen just in diesem Moment viele Menschen weltweit dazu ihre Heimat zu verlassen.

Bereits seit der Gründung von vostel.de sind Projekte mit und für Geflüchtete fester Bestandteil unserer Plattform. Über die Jahre konnten wir viele Erfahrungen sammeln, was beim Engagement für/ mit Menschen mit Fluchterfahrung wichtig ist. Diese Erfahrungen möchten wir mit euch teilen, damit euer Engagement möglichst wirkungsvoll ist.


Bevor wir mit unseren 3 Tipps starten, gilt vorweg zu sagen, dass die Arbeit mit Geflüchteten – wie jede Arbeit mit Menschen – Offenheit und Verbindlichkeit voraussetzt. Ansonsten gibt es bei der Arbeit mit und für geflüchtete Menschen keine zusätzlichen formellen Anforderungen.


1. Schaffe eine Vertrauensbasis!

Es gibt Engagementangebote, etwa im Bereich Mentoring, in denen eine Vertrauensbasis zwischen den Freiwilligen und den Geflüchteten wichtig ist. Da dieses Vertrauen erst mit der Zeit entsteht, solltest du grundsätzlich Lust haben, ein längerfristiges Engagement zu übernehmen.

In anderen Engagements, z.B. beim Frauencafé mit geflüchteten Frauen, bei dem ein geschützter Raum geschaffen wird, in dem sich Frauen möglichst frei entfalten können, kannst du dich auch kurzfristig einbringen.


2. Begegne ihnen auf Augenhöhe!

Das IQ Netzwerk Baden-Württemberg hat ein sehr hilfreiches Video gemacht, in dem die Ursachen für Enttäuschungen und Irritationen in der Arbeit mit Geflüchteten beschrieben werden.  

Ihr Resümee: Ein Kontakt auf Augenhöhe zwischen Engagierten und Geflüchteten ist kaum möglich. Um aber wenigstens einen „gemeinsamen Boden“ zu schaffen, müssen Engagierte die Individualität geflüchteter Menschen und ihr Recht auf Selbstbestimmung anerkennen und Fragen stellen, statt sie im Voraus zu beantworten.


3. Sei interkulturell offen!

Meistens unterscheidet sich die Kultur von Geflüchteten stark von deiner eigenen Kultur, weshalb du offen und ohne Vorurteile dir vielleicht neuen Umgangs- und Verhaltensweisen gegenüberstehen solltest.  

Wir empfehlen dir, dich über die Situation, in der sich die Menschen befinden, zu informieren und deine eigene Stellung als Unterstützer*in zu reflektieren. Du solltest eine Offenheit für andere Kulturen und Perspektiven haben und gut zuhören können.

Quelle: SINGA-Sprachcafé

Du möchtest dich für Geflüchtete engagieren?

Dann schau doch mal auf vostel.de vorbei und entdecke zahlreiche Projekte für und mit Menschen mit Fluchterfahrung!


Mehr Tipps und Infos zu freiwilligem Engagement findest du in unserem Freiwilligenguide oder über unsere Social Media Kanäle (Facebook, Instagram, Twitter). Hier halten wir dich über alles Wichtige aus der Engagement-Welt auf dem Laufenden! Also schau gerne auch dort mal vorbei! 🙂


Dein Team von vostel.de

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