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Finde dein Ehrenamt auf

Erfolgreiche Freiwilligensuche | 6 Tipps für ein ansprechendes Engagementangebot

Wir freuen uns sehr, dass du und deine Organisation euch dafür entschieden habt, über vostel.de nach Freiwilligen und/oder Ehrenamtlichen zu suchen! 

Damit die Suche auch erfolgreich wird, lohnt es sich, etwas Zeit und Mühe in die Erstellung eines Engagementangebots zu stecken. Denn dieses stellt das Aushängeschild deiner Organisation auf vostel.de dar und ist demzufolge der erste Eindruck, den interessierte Freiwillige von eurer Arbeit erhalten – und was über den ersten Eindruck gesagt wird, brauchen wir sicherlich nicht erklären 🙂 


Eine Analyse aller Engagementangebote auf vostel.de zeigt immer wieder, dass attraktiv gestaltete und ansprechend formulierte Engagementangebote deutlich häufiger aufgerufen werden als es bei durchschnittlichen bis hin zu wirklich tristen Freiwilligengesuchen der Fall ist. Und mit der Klick-Zahl steigt natürlich auch die Anzahl der Anfragen von Freiwilligen – was ja dein großes Ziel ist!

Deswegen möchten wir dir im Folgenden ein paar Tipps und Tricks zur textlichen und inhaltlichen Gestaltung von Engagementangeboten auf vostel.de mit an die Hand geben. Am besten liest du diese Anleitung einmal vollständig durch und nimmst sie dann bei der Erstellung eures Freiwilligengesuchs noch einmal zur Hand.


Alle Tipps auf einen Blick:

1 | Formuliere freundlich, direkt & strukturiert
2 | Achte auf Political Correctness
3 | Wecke Interesse mit dem richtigen Titel
4 | Setze die richtigen Filter für Zielgruppen & Themen
5 | Mache Eindruck und wähle ansprechende Titelbilder
6 | Gewinne auch nicht deutschsprachige Freiwillige mit einer englischen Variante


1 | Formuliere freundlich, direkt & strukturiert

Ein Engagementangebot (EA) – oder auch Freiwilligengesuch – ist die Beschreibung der Tätigkeiten, für welche deine Organisation Unterstützung sucht. Also im Prinzip so etwas wie ein Job-Inserat, eben nur für Freiwilligenarbeit. Gerade wenn euer Engagementangebot auf einer Plattform neben vielen weiteren EAs erscheint, ist es besonders wichtig, dass es auffällt und das Interesse der “Suchenden” weckt. Wenn du folgende Tipps und Kniffe beachtest, sollte das aber gar kein Problem sein. 

Fordere nicht, sondern biete an

Auch wenn wir selbst den Vergleich zu einem Job-Inserat gezogen haben, ist es wichtig, dass es sich bei der von euch angebotenen Tätigkeit um ein freiwilliges Engagement handelt. Deswegen ist es von Bedeutung, Formulierungen wie „Du könntest uns dabei unterstützen…“, „Wir würden uns freuen/wären dankbar, wenn du …“, „Deine Aufgaben wären….“ anstatt Einleitungssätze wie “Du wirst uns dabei unterstützen…”, oder “Du musst die Aufgabe…” zu wählen. Erstere vermitteln den Eindruck (und hoffentlich auch die Tatsache), dass die Freiwilligen ein Mitsprache- und Gestaltungsrecht haben und sie nicht nur reine Pflichterfüllende sind. 

Spreche die Freiwilligen direkt an

Jeder Mensch wird lieber direkt adressiert (“Du könntest die Aufgabe übernehmen…“, “Als Freiwillige*r kannst du gerne…”) als in der dritten Person angesprochen zu werden („Die Freiwilligen übernehmen die Aufgabe, …“, “Der Freiwillige sollte Erfahrungen im Bereich… mitbringen”). Direkte Ansprachen sind einfach viel einladender und führen dazu, dass sich die Freiwilligen von Anfang an mit der Arbeit und den Aufgaben identifizieren können.

Formuliere kurz & deutlich und vermeide Wiederholungen

Selbstverständlich ist es wichtig, dass Interessierte Lust und Spaß daran haben, euren Text zu lesen. Fasse dich also nicht zu lange, formuliere Erwartungen und Angebote deutlich und vermeide, identische Informationen in mehrere Felder zu schreiben. 


2 | Achte auf Political Correctness

Besonders für junge Freiwillige gewinnt die Forderung nach interkultureller Offenheit und Political Correctness zunehmend an Relevanz und kann somit ausschlaggebend bei der Auswahl eines Engagementangebotes sein. Daher empfehlen wir euch, eine gendergerechte Sprache zu verwenden und bestimmte Personengruppen korrekt zu benennen. 

Verwende gendergerechte Sprache 

Es ist deiner Organisation natürlich selbst überlassen, auf welche Art und und Weise ihr dies umsetzt. Wir selbst achten sehr auf eine inklusive Schreib- (und Sprech)weise, um möglichst viele Menschen anzusprechen und zu erreichen. Das heißt, dass wir u.a. auf geschlechtergerechte Sprache achten. Dabei haben wir uns für die Schreibweise mit Sternchen entschieden, da sie auch trans* Menschen einbezieht und in Aktivist*innen- und LGBTQ*-Kreisen genutzt wird. Hier ein Beispiel zum besseren Verständnis:

  • Singular: „der/die Designer*in“
  • Plural: „den Designer*innen“  
  • Dativ: „mit eine/r/m professionelle/r/m Designer*in“

Ein kleiner Trick, um das explizite Gendern via Stern * oder Slash / oder Doppelpunkt : zu umgehen, ist das Nutzen von neutralen Worten. Beispielsweise könntest du “Studenten und Studentinnen” zu “Studierenden” ändern. Dadurch ersparst du dir etwas Zeit und dein Inserat gewinnt an Lesbarkeit dazu, wodurch euer Engagementangebot interessanter für Freiwillige wird. Also eine Win-Win-Situation!

Benenne Personengruppen korrekt

Außerdem achten wir sehr darauf, bestimmte Personengruppen richtig zu benennen. So sprechen wir unter anderem nicht von „Flüchtlingen“, “Behinderten” und “Ausländer*innen”, sondern nutzen lieber Begriffe wie „Menschen mit Fluchthintergrund“, “Menschen mit Behinderung” und “Menschen mit Migrationsgeschichte”. Weitere Beispiele für die politisch korrekte Benennung verschiedener Personengruppen findest du im „Campaigning Bootscamp“ von Aktion Mensch.


3 | Wecke Interesse mit dem richtigen Titel

Wie auch schon in der Einleitung zu diesem Blogartikel beschrieben, ist der erste Eindruck und damit verbunden ein prägnanter Titel das A und O um Freiwillige anzusprechen. Über die Jahre hinweg hat sich eine bestimmte “Formel” auf unserer Plattform etabliert, die den größten Erfolg bei der Suche nach Freiwilligen erzielt. Die Formel sieht folgendermaßen aus: 

Titel = nominalisiertes Verb der Tätigkeit + Objekt + Zielgruppe

Was könnte der Grund für den Erfolg dieser Formel sein? Freiwillige haben sofort ein Bild davon, was ihre Aufgaben sein werden und nicht, was ihr als Organisation macht. Ein super Beispiel ist hierfür der Titel „Zubereitung von Speisen in einer Notunterkunft für Obdachlose“. Freiwillige wissen direkt, was deren grundsätzliche Aufgabe sein wird und dazu noch, welche Personengruppe sie dabei unterstützen. Dies kann ein großer Vorteil sein, wenn Freiwillige durch zahlreiche Engagementangebote sehen, um dann das passende Engagement zu finden. 


4 | Setze die richtigen Filter für Zielgruppen & Themen

Wenn du auf vostel.de ein Engagementangebot anlegst, wirst du gefragt, welche Zielgruppen und Themenfelder es umfasst. Viele Organisationen tendieren dazu, ihr Engagementangebot möglichst allen Zielgruppen/Themenfeldern zuzuordnen – der Gedanke dahinter ist häufig, dass mit der Arbeit der Organisation ja direkt oder indirekt sämtliche Zielgruppen erreicht und viele Themenfelder abgedeckt werden. 

Darüber hinaus besteht die Hoffnung, dass damit die Chance steigt, dass Freiwillige mit jeder Suche auf das EA aufmerksam werden. Jedoch ist es für die Suchenden eher frustrierend, wenn sie – egal welchen Filter sie setzen – immer alle Engagementmöglichkeiten angezeigt bekommen. Denn eigentlich möchten sie bei ihrer Suche ja sehr konkrete und passende Ergebnisse erhalten. Dabei ist von Vorteil kurz zu reflektieren, welche Tätigkeiten von dem/-r Freiwilligen übernommen werden und welcher Zielgruppe damit geholfen wird.

Kurz und knapp: Wähle die Filter aus, die direkt etwas mit dem Engagementangebot zu tun haben. 


5 | Mache Eindruck und wähle ansprechende Titelbilder

Ganz nach dem Motto “Das Auge isst mit” ist es auch bei eurem Engagementangebot wichtig auf ein möglichst gutes Erscheinungsbild zu achten. Dazu gehören Bilder, insbesondere euer Titelbild, welches von Freiwilligen neben dem Titel als Erstes gesehen wird. 

Aus unserer Erfahrungen ist es am effektivsten, wenn du zur optischen Gestaltung eures Engagementangebotes 1-3 ansprechende Bilder – am besten im Querformat und in hoher Qualität – auswählst. Kombiniere dabei gerne Bilder, die das Engagement widerspiegeln (Tätigkeit und oder die Zielgruppe). Euer Engagementangebot wird direkt viel interessanter wirken! Beachte dabei, dass das erste Bild automatisch euer Titelbild wird. 

Natürlich kann es sein, dass du selbst keine passenden Bilder besitzt. In diesem Fall lohnt es sich von folgenden Online-Bilderdatenbanken kostenlos und ohne Registrierung Bilder zu beziehen: Unsplash & Pixabay & Pexels.


6 | Gewinne auch nicht deutschsprachige Freiwillige mit einer englischen Variante

Wenn deine Organisation auch mit nicht-deutschsprachigen Freiwilligen zusammenarbeiten möchte, besteht die Möglichkeit, über vostel.de Freiwillige auf Englisch und Deutsch anzusprechen. 

Viele Internationals und Newcomer nutzen unsere Plattform, insbesondere, wenn sie neu in einer Stadt sind und Menschen in ihrem Umkreis kennenlernen wollen. Deshalb kannst du mit einer englischen und deutschen Ansprache wesentlich mehr Freiwillige erreichen – also das Potenzial voll ausschöpfen. 

Um euer Engagementangebot möglichst einfach zu übersetzen, haben wir eine zusätzliche Funktion in den Bearbeitungsmodus neben/unter die jeweiligen Textabschnitte eingebaut. Dafür klickst du zuerst auf Englische Variante bearbeiten (optional) und anschließend auf “Automatisch übersetzen.“ Tadaa!

Manchmal kann es passieren, dass die Übersetzung ungenau oder falsch ist, deswegen wäre es super, wenn du den übersetzten Text Korrektur liest oder eine kurze Email an uns schreibst und wir für dich die Übersetzung prüfen (als kleiner Hinweis: typische Fehler sind z.B. “Senior*innen zu senior* women”, “Geflüchtete zu fugitives” und “Pat*innen zu sponsorships”). 


Wir hoffen, dass du durch den Artikel einen guten Überblick für die Gestaltung eines Engagementangebots erhalten hast. Bei Fragen kannst du uns jederzeit auch einfach unter hello@vostel.de kontaktieren oder an unseren Online-Sprechstunden teilnehmen.  


Dein Team von vostel.de


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