Ehrenamt mit Kindern & Jugendlichen: Das erwartet dich
Ein Ehrenamt mit Kindern & Jugendlichen bedeutet, junge Menschen in einer wichtigen Lebensphase zu begleiten und zu unterstützen. Kinder und Jugendliche wachsen heute unter sehr unterschiedlichen Bedingungen auf. Manche erleben Armut, Bildungsbenachteiligung oder fehlende soziale Unterstützung, andere suchen einfach verlässliche Bezugspersonen außerhalb der Familie. Genau hier setzt ehrenamtliches Engagement an.
In diesem Beitrag erfährst du, warum ein Ehrenamt mit Kindern & Jugendlichen so wichtig ist, vor welchen Herausforderungen junge Menschen in Deutschland stehen und wie Organisationen und Ehrenamtliche konkret helfen. Außerdem zeigen wir dir, worauf du beim Engagement achten solltest und wie du über vostel.de ein passendes Ehrenamt finden kannst.
Inhalt:
- Die Situation von Kindern & Jugendlichen in Deutschland
- Wie Organisationen & Ehrenamtliche Kinder & Jugendliche unterstützen
- Worauf du beim Ehrenamt mit Kindern & Jugendlichen achten solltest
- Finde dein Ehrenamt mit Kindern & Jugendlichen auf vostel.de
- FAQ – Häufige Fragen zum Ehrenamt mit Kindern & Jugendlichen
1. Die Situation von Kindern & Jugendlichen in Deutschland

Wie viele Kinder und Jugendliche leben in Deutschland?
In Deutschland leben rund 14 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Das entspricht etwa 17 Prozent der Bevölkerung (Quelle: Deutschlandatlas). Wie sie aufwachsen, welche Unterstützung sie erfahren und welche Möglichkeiten sie haben, prägt ihre Entwicklung und wirkt sich langfristig auf unsere Gesellschaft aus. Dabei sind die Lebensbedingungen junger Menschen sehr unterschiedlich und nicht alle starten mit den gleichen Chancen ins Leben.
Kinderarmut und soziale Ungleichheit
Ein zentrales Thema ist Kinderarmut. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren 2024 rund 15,2 Prozent der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren armutsgefährdet, das entspricht gut 2,2 Millionen jungen Menschen in Deutschland (Quelle: Statistisches Bundesamt).
Armut wirkt sich dabei nicht nur auf das finanziellen Verhältnisse der Familien aus, sondern prägt viele Bereiche des Alltags. Der UNICEF Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland zeigt, dass über eine Million Kinder von materiellen Entbehrungen betroffen sind und auf Dinge verzichten müssen, die für andere selbstverständlich sind (Quelle: Unicef). Eingeschränkte Bildungs-, Freizeit- und Teilhabemöglichkeiten können sich dadurch verfestigen und den weiteren Lebensweg von Kindern und Jugendlichen langfristig beeinflussen.
Psychische Belastungen im Kindes und Jugendalter
Neben materiellen Herausforderungen nehmen auch psychische Belastungen zu. Studien zeigen, dass viele Kinder und Jugendliche unter Stress, Ängsten oder anderen psychischen Auffälligkeiten leiden. Allein im Jahr 2022 wurden über 20.000 Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren wegen depressiver Episoden stationär behandelt. Leistungsdruck, soziale Erwartungen, digitale Medien und gesellschaftliche Krisen prägen den Alltag vieler junger Menschen und stellen zusätzliche Belastungen dar.
Warum Unterstützung so wichtig ist
Nicht alle Kinder und Jugendlichen finden ausreichend Unterstützung im familiären oder schulischen Umfeld. Verlässliche Bezugspersonen, Mitbestimmung und positive soziale Erfahrungen sind jedoch entscheidend für eine gesunde Entwicklung. Ergänzende Angebote außerhalb von Schule und Familie spielen deshalb eine wichtige Rolle. Genau hier kann ehrenamtliches Engagement ansetzen und dazu beitragen, Kinder und Jugendliche im Alltag zu stärken.
2. Wie Organisationen & Ehrenamtliche Kinder & Jugendliche unterstützen

Was gemeinnützige Organisationen leisten
In Deutschland gibt es viele gemeinnützige Organisationen, die sich für Kinder und Jugendliche einsetzen und Angebote schaffen, die Familie und Schule ergänzen. Sie reagieren auf unterschiedliche Lebenslagen und Bedarfe, etwa bei Bildungsbenachteiligung, fehlenden Freizeitmöglichkeiten oder dem Wunsch nach mehr Teilhabe.
Träger wie der Deutsche Kinderschutzbund, das Deutsche Kinderhilfswerk oder SOS Kinderdorf engagieren sich bundesweit für bessere Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen und organisieren lokale Projekte, die junge Menschen im Alltag unterstützen. Auch Organisationen wie UNICEF Deutschland oder das Kinder und Jugendhilfswerk Die Arche setzen sich für Schutz, Förderung und Beteiligung junger Menschen ein.
Wie Ehrenamtliche eingebunden sind
Ehrenamtliche sind ein fester Bestandteil dieser Arbeit. Sie unterstützen bestehende Angebote und bringen vor allem Zeit, Aufmerksamkeit und persönliche Zuwendung ein. In der Regel arbeiten sie eng mit hauptamtlichen Fachkräften zusammen und werden von ihnen angeleitet.
Ihre Aufgaben orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen und reichen von der Begleitung bei Lern- oder Freizeitangeboten über die Unterstützung in offenen Treffpunkten bis hin zu langfristiger persönlicher Begleitung. Ehrenamtliche werden dabei zu zusätzlichen Bezugspersonen, die verlässlich da sind, zuhören und Interesse an ihrem Alltag zeigen.
Typische Tätigkeitsfelder im Ehrenamt im Kindern & Jugendlichen

Ehrenamtliches Engagement mit Kindern und Jugendlichen kann sehr unterschiedlich aussehen. Typische Tätigkeitsfelder sind zum Beispiel:
- Unterstützung beim Lernen, Lesen oder bei Hausaufgaben
- Begleitung von Freizeitangeboten, Ausflügen oder Ferienaktionen
- Mitarbeit in Jugendzentren oder offenen Treffpunkten
- Mentoring und persönliche Begleitung über einen längeren Zeitraum
- Unterstützung bei kreativen, sportlichen oder kulturellen Projekten
- Begleitung von Beteiligungsprojekten, in denen Kinder und Jugendliche mitgestalten
Allen Tätigkeiten ist gemeinsam, dass sie Kindern und Jugendlichen Zeit, Aufmerksamkeit und verlässliche Bezugspersonen bieten. Ehrenamtliche ersetzen dabei keine Fachkräfte, sondern ergänzen bestehende Angebote sinnvoll.
3. Worauf du beim Ehrenamt mit Kindern & Jugendlichen achten solltest

Verantwortung und Verlässlichkeit
Kinder und Jugendliche brauchen Erwachsene, auf die sie sich verlassen können. Auch im Ehrenamt ist es deshalb wichtig, Absprachen einzuhalten und regelmäßig Zeit einzuplanen. Verlässlichkeit schafft Vertrauen und gibt jungen Menschen Sicherheit im Alltag.
Nähe und professionelle Distanz
Ein wertschätzender und zugewandter Umgang ist zentral, gleichzeitig braucht es klare Grenzen. Ehrenamtliche begleiten und unterstützen, übernehmen aber keine Eltern- oder Therapeut*innen-Rolle. Organisationen geben hierfür klare Rahmen vor, die Orientierung bieten.
Sensibler Umgang mit unterschiedlichen Lebenslagen
Kinder und Jugendliche bringen unterschiedliche Erfahrungen und Hintergründe mit. Manche haben belastende Situationen erlebt oder stehen vor besonderen Herausforderungen. Ein respektvoller, geduldiger Umgang und Offenheit gegenüber verschiedenen Lebensrealitäten sind deshalb besonders wichtig.
Schutz von Kindern und Jugendlichen
Viele Organisationen arbeiten mit Schutzkonzepten, um Kinder und Jugendliche vor Grenzverletzungen und Übergriffen zu schützen. Dazu gehören klare Verhaltensregeln, feste Ansprechpersonen und in vielen Fällen ein erweitertes Führungszeugnis. Diese Maßnahmen dienen der Sicherheit und dem Vertrauen aller Beteiligten.
Eigene Rolle realistisch einschätzen
Ehrenamtliches Engagement kann viel bewirken, ersetzt aber keine professionellen Hilfesysteme. Wer die eigene Rolle realistisch einschätzt, kann langfristig engagiert bleiben und Überforderung vermeiden.
Unterstützung annehmen und Fragen stellen
Niemand muss im Ehrenamt alles wissen oder können. Der Austausch mit hauptamtlichen Mitarbeitenden und anderen Ehrenamtlichen ist wichtig, um Fragen zu klären, Unsicherheiten anzusprechen und das eigene Engagement gut zu gestalten.
4. Finde dein Ehrenamt mit Kindern & Jugendlichen auf vostel.de
Auf vostel.de findest du passende Ehrenämter mit Kindern und Jugendlichen an einem Ort. Du kannst gezielt nach Projekten suchen, die zu deinen Interessen und deinem zeitlichen Rahmen passen.
FAQ – Häufige Fragen zum Ehrenamt mit Kinder & Jugendlichen
Brauche ich eine pädagogische Ausbildung für ein Ehrenamt mit Kindern & Jugendlichen?
Nein. Für viele Ehrenämter sind keine pädagogischen Vorkenntnisse nötig. Wichtig sind vor allem Zuverlässigkeit, Offenheit und ein respektvoller Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Die Organisationen begleiten Ehrenamtliche und geben klare Rahmenbedingungen vor.
Wie viel Zeit muss ich für ein Ehrenamt einplanen?
Der zeitliche Umfang ist sehr unterschiedlich. Manche Engagements sind langfristig und regelmäßig angelegt, andere flexibel oder zeitlich begrenzt. Auf vostel.de findest du Informationen dazu direkt in den Projektbeschreibungen.
Welche Aufgaben übernehmen Ehrenamtliche konkret?
Ehrenamtliche unterstützen zum Beispiel beim Lernen, begleiten Freizeitangebote, engagieren sich in Mentoringprogrammen oder helfen bei kreativen und sportlichen Projekten. Die Aufgaben sind klar definiert und orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen.
Muss ich ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen?
In vielen Ehrenämtern mit Kindern und Jugendlichen ist ein erweitertes Führungszeugnis erforderlich. Das dient dem Schutz der Kinder und Jugendlichen und ist ein wichtiger Bestandteil verantwortungsvoller Engagementstrukturen. Die jeweilige Organisation informiert darüber im Vorfeld.
Kann ich mich auch ohne viel Erfahrung engagieren?
Ja. Viele Projekte richten sich ausdrücklich an Menschen ohne Vorerfahrung. Wichtig ist die Bereitschaft, dazuzulernen und sich auf die Rolle einzulassen. Unterstützung und Ansprechpartner gibt es in der Regel über die Organisation.
Warum ist ehrenamtliches Engagement mit Kindern & Jugendlichen so wichtig?
Ehrenamtliche Angebote ergänzen Familie und Schule und schaffen dabei zusätzliche Räume für Förderung, Begegnung und Verlässlichkeit. Sie tragen dazu bei, Kinder und Jugendliche im Alltag zu stärken und ihnen positive Erfahrungen zu ermöglichen.
Dein vostel.de Team wünscht dir ganz viel Spaß mit deinem Ehrenamt mit Kindern & Jugendlichen!








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