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Finde dein Ehrenamt auf

Titelbild: Ehrenamt mit Familien - ein Mann und eine Frau sitzen mit einem Baby auf dem Sofa, eine ehrenamtlich engagierte Person sitzt daneben und unterstützt die Familie

Ehrenamt mit Familien: Das erwartet dich

Viele Familien stehen heute unter großem Druck. Zeitmangel, finanzielle Sorgen, fehlende Netzwerke oder belastende Lebenssituationen machen den Alltag oft herausfordernd. Ein Ehrenamt kann dabei helfen, Eltern zu entlasten und Kinder in ihrer Entwicklung zu fördern.

In diesem Beitrag erfährst du, vor welchen Herausforderungen Familien in Deutschland stehen, wie Organisationen und Ehrenamtliche sie unterstützen und wie du ein für dich passendes Ehrenamt mit Familien findest.

Inhalt:

      1. Die Situation von Familien in Deutschland
      2. Wie Organisationen & Ehrenamtliche Familien unterstützen
      3. Worauf du beim Ehrenamt mit Familien achten solltest
      4. Finde dein Ehrenamt mit Familien auf vostel.de
      5. FAQ – Häufige Fragen zum Ehrenamt mit Familien

1. Die Situation von Familien in Deutschland

Zwischenbild: Ehrenamt mit Familien - Zahlen und Fakten zu Familien in Deutschland als Grafik

Familien in Deutschland heute

In Deutschland leben rund 8,4 Millionen Familien mit minderjährigen Kindern (Quelle: Statistisches Bundesamt, Mikrozensus). Familie ist dabei vielfältig. Neben Paarfamilien gibt es Alleinerziehende, Patchworkfamilien und Familien mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen (Quellen: Statistisches Bundesamt, BMFSFJ). Diese Vielfalt an Konstellationen geht mit sehr unterschiedlichen Lebensrealitäten und Herausforderungen einher.

Übersicht zu Familien mit minderjährigen Kindern in Deutschland:
FamilienformAnteil (in Prozent)Anteil (in Familienanzahl)
Ehepaareca. 69 %ca. 5,8 Mio.
Lebensgemeinschaftenca. 12 %ca. 1,0 Mio.
Alleinerziehendeca. 19 %ca. 1,6 Mio.

Anteilig sind davon 35% Familien mit Migrationsgeschichte und 65% Familien ohne Migrationgsgeschichte.

Hohe Belastungen im Familienalltag

Viele Familien stoßen im Alltag an Grenzen, wie der Familienmonitor des Bundesfamilienministeriums zeigt. Typische Belastungen sind:

  • Zeitdruck im Alltag, etwa durch schlechte Vereinbarkeit von Beruf, Kinderbetreuung und Haushalt
  • Unzureichende oder unflexible Betreuungsangebote, zum Beispiel fehlende Plätze oder eingeschränkte Öffnungszeiten von Kitas und Schulen
  • Finanzielle Belastungen, etwa durch steigende Lebenshaltungskosten
  • Fehlende soziale Netzwerke, wenn Unterstützung durch Familie oder Nachbarschaft nicht vorhanden ist
  • Psychische Belastungen und Erschöpfung, wenn Entlastung und Erholungszeiten fehlen

Diese Faktoren führen dazu, dass viele Familien auf alltagsnahe und niedrigschwellige Unterstützung angewiesen sind.

Migrationsgeschichte potentiell als zusätzliche Belastung

Hinzu kommen Familien mit Migrations- oder Fluchterfahrung, für die sich diese Belastungen oft noch verstärken. Fehlende soziale Netzwerke, Sprachbarrieren und komplexe bürokratische Anforderungen erschweren den Alltag zusätzlich. Sprachliche Hürden können sich dabei auch auf den schulischen Alltag der Kinder auswirken, etwa wenn Eltern bei Schulaufgaben nur eingeschränkt unterstützen können oder Informationen aus Schule und Kita schwer verständlich sind.

Finanzielle Herausforderungen und Armutsgefährdung

Auch die finanzielle Situation spielt für viele Familien eine große Rolle. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts waren zuletzt 15,2 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland armutsgefährdet, das entspricht rund 2,2 Millionen jungen Menschen. Besonders betroffen sind Alleinerziehende, deren Armutsgefährdungsquote deutlich über dem Durchschnitt liegt, wie Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen. Finanzielle Sorgen wirken sich häufig direkt auf die Teilhabe von Kindern aus, etwa bei Freizeitaktivitäten, Bildung oder sozialem Miteinander.

2. Wie Organisationen & Ehrenamtliche Familien unterstützen

Zwischenbild: Ehrenamt mit Familie - Eine erwachsene Person hält die Arme von einem Kind, während sie auf einem Spielplatz sind

Was gemeinnützige Organisationen leisten

Gemeinnützige Organisationen schaffen wichtige Anlaufstellen für Familien. Dazu gehören unter anderem Caritas, Diakonie, AWO, das Deutsche Rote Kreuz, der Paritätische Wohlfahrtsverband sowie viele lokale Vereine, Familienzentren und Initiativen. Sie bieten Beratung an, organisieren Begegnungsangebote und entwickeln Projekte, die Familien im Alltag entlasten.

Viele Angebote richten sich gezielt an Familien, die mit besonderen Herausforderungen konfrontiert sind, etwa Alleinerziehende, Familien mit geringem Einkommen oder Familien mit Migrations- oder Fluchterfahrung. Organisationen koordinieren diese Unterstützung, vernetzen Hilfsangebote und sorgen dafür, dass Familien niedrigschwellig Zugang zu Unterstützung finden.

Wie Ehrenamtliche eingebunden sind

Ehrenamtliche werden in Familienprojekten so eingebunden, dass sie Familien im Alltag ergänzend unterstützen. In vielen Engagements begleiten sie Familien oder einzelne Kinder regelmäßig über einen längeren Zeitraum. Diese Begleitung ist meist alltagsnah angelegt und kann Gespräche, gemeinsame Aktivitäten oder unterstützende Präsenz im Familienalltag umfassen. Durch den kontinuierlichen Kontakt entstehen Vertrauen und eine stabile Beziehung, die Familien dort stärkt, wo punktuelle oder formelle Angebote oft nicht ausreichen.

Daneben gibt es auch zeitlich begrenzte Engagements. Ehrenamtliche unterstützen hier bei einzelnen Aktionen, offenen Angeboten oder Veranstaltungen für Familien. Diese Einsätze sind klar umrissen und ermöglichen auch kurzfristiges Engagement. Ob regelmäßig oder punktuell: Beide Formen tragen dazu bei, Familien zu entlasten und Angebote überhaupt erst möglich zu machen.

Typische Tätigkeitsfelder im Ehrenamt mit Familien

Zwischenbild: Ehrenamt mit Familien  - Überblick über die verschiedenen Ehrenamtsformen als Grafik

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und orientieren sich am Alltag der Familien. Typische Tätigkeitsfelder sind zum Beispiel:

  • Familienpatenschaften, bei denen Ehrenamtliche eine Familie oder einzelne Kinder über einen längeren Zeitraum regelmäßig begleiten, zum Beispiel durch feste Treffen, Gespräche, gemeinsame Freizeitaktivitäten oder Unterstützung im Familienalltag
  • Begleitung von Kindern, etwa durch kurzfristige/einmalige oder regelmäßige gemeinsame Freizeitaktivitäten, Vorlesen und alltagsnahe Bildungsunterstützung, zum Beispiel bei Hausaufgaben oder beim Lesen
  • Mitarbeit in Familienzentren oder Nachbarschaftsprojekten, zum Beispiel bei offenen Treffpunkten, Eltern-Kind-Angeboten oder Spielgruppen
  • Alltagsunterstützung, etwa Begleitung zu Terminen oder Hilfe bei organisatorischen Aufgaben

3. Worauf du beim Ehrenamt mit Familien achten solltest

Zwischenbild: Ehrenamt mit Familien - eine Frau sitzt mit Kindern, die Reis essen, an einem Tisch

Verlässlichkeit und Verantwortung

Ein Ehrenamt mit Familien ist oft persönlich und langfristig angelegt. Familien bauen Vertrauen auf und verlassen sich auf Absprachen. Deshalb ist es wichtig, zuverlässig zu sein und Termine oder Zusagen einzuhalten. Gerade für Kinder schafft Regelmäßigkeit Sicherheit und Orientierung.

Eigene Rolle und Grenzen klar halten

Im Ehrenamt mit Familien bist du Begleitperson, nicht Erziehungskraft oder Beratungsstelle. Es ist wichtig, die eigene Rolle klar zu halten und Aufgaben nicht zu übernehmen, für die man nicht ausgebildet ist. Organisationen geben hier einen Rahmen vor und stehen bei Unsicherheiten unterstützend zur Seite.

Nähe und Distanz bewusst gestalten

Der Kontakt zu Familien kann schnell sehr nah werden, besonders wenn Vertrauen entsteht oder belastende Themen geteilt werden. Ein bewusster Umgang mit Nähe und Distanz hilft, Beziehungen gesund zu gestalten. Dazu gehört auch, private Themen oder Entscheidungen der Familie zu respektieren und nicht zu bewerten.

Sensibler Umgang mit unterschiedlichen Familienrealitäten

Familien leben in sehr unterschiedlichen Situationen und mit unterschiedlichen Werten, Erziehungsstilen oder kulturellen Hintergründen. Offenheit, Respekt und die Bereitschaft zuzuhören sind deshalb besonders wichtig. Ziel ist es, Familien zu stärken, nicht sie zu verändern.

Unterstützung und Austausch nutzen

Viele Organisationen bieten Schulungen, feste Ansprechpersonen und Austauschformate für Ehrenamtliche an. Gerade im Kontakt mit Familien kann es hilfreich sein, Erlebnisse zu reflektieren und Fragen zu besprechen. Diese Angebote zu nutzen, trägt dazu bei, das Engagement langfristig und angenehm für alle zu gestalten.

4. Finde dein Ehrenamt mit Familien auf vostel.de

Hast du Lust auf ein Ehrenamt mit Familien bekommen? Dann schau dich mal auf vostel.de um. Hier findest du vielfältige Möglichkeiten Familien und Kinder im Alltag zu unterstützen. Sicher ist auch etwas Passendes für dich dabei.


FAQ – Häufige Fragen zum Ehrenamt mit Familien

Brauche ich Vorerfahrung für ein Ehrenamt mit Familien?

In den meisten Fällen brauchst du keine Vorerfahrung. Wichtig sind vor allem Zuverlässigkeit, Offenheit und die Bereitschaft, Familien respektvoll zu begleiten. Die Organisationen bereiten dich auf dein Engagement vor und stehen dir bei Fragen zur Seite.

Wie viel Zeit muss ich für ein Ehrenamt mit Familien einplanen?

Der zeitliche Aufwand ist sehr unterschiedlich. Viele Ehrenämter sind so gestaltet, dass sie sich gut mit Alltag, Studium oder Beruf vereinbaren lassen. Oft reichen schon wenige Stunden im Monat, um Familien spürbar zu unterstützen.

Welche Aufgaben übernehme ich konkret?

Das hängt vom jeweiligen Projekt ab. Typische Aufgaben sind zum Beispiel die Begleitung von Familien oder Kindern, Unterstützung bei Freizeit oder Bildungsangeboten oder Hilfe im Alltag. Du übernimmst keine professionelle Beratung, sondern begleitest und unterstützt.

Arbeite ich allein oder im Team?

In vielen Projekten bist du Teil eines Teams und hast feste Ansprechpersonen in der Organisation. Auch bei Einsätzen mit viel direktem Kontakt zu Familien wirst du begleitet und kannst dich austauschen.

Für wen eignet sich ein Ehrenamt mit Familien besonders?

Ein Ehrenamt mit Familien eignet sich für Menschen, die gerne mit anderen in Kontakt sind, Verantwortung übernehmen möchten und sich für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft interessieren. Auch mit wenig Zeit oder ohne Vorerfahrung ist ein Einstieg oft gut möglich.


Dein vostel.de Team wünscht dir ganz viel Spaß mit deinem Ehrenamt mit Familien!

Das vostel.de Team

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